… und warum du das nicht alleine aushalten musst
Vielleicht kennst du das:
Du wachst morgens auf und der erste Gedanke ist: Ich kann nicht mehr. Schon das Aufstehen fühlt sich an wie ein Berg, jeder Schritt durch den Tag ist anstrengend. Dinge, die früher leicht waren, kosten heute unendlich viel Kraft. Du funktionierst – für die Arbeit, für die Familie – aber innerlich fühlt sich alles leer an.
Und gleichzeitig sagt eine Stimme in dir: Stell dich nicht so an. Andere kriegen ihr Leben doch auch hin.
Wenn du dich darin wiederfindest, bist du sehr wahrscheinlich nicht „einfach nur erschöpft“ oder „zu sensibel“. Es könnte eine Depression sein.
Was Depression wirklich ist – und was nicht
Depression ist keine Charakterschwäche.
Depression ist auch kein Zeichen dafür, dass du versagt hast.
Depression ist eine ernstzunehmende seelische Erkrankung – und sie ist gut behandelbar.
Typische Anzeichen können sein:
• Antriebslosigkeit, selbst für kleine Aufgaben
• Innere Leere oder starke Niedergeschlagenheit
• Grübeln, Selbstzweifel, Schuldgefühle
• Schlafstörungen, frühes Erwachen oder ständige Müdigkeit
• Rückzug von Freunden, Familie, Hobbys
• Konzentrationsprobleme, Entscheidungen fallen schwer
• Körperliche Beschwerden ohne klare Ursache (Kopf-, Rücken-, Bauchschmerzen)
• Der Gedanke: So wie jetzt darf es nicht bleiben – aber ich weiß nicht mehr weiter.
Vielleicht hast du auch schon versucht, „es alleine zu schaffen“: mehr Sport, mehr Struktur, mehr Disziplin. Vielleicht hast du dir eingeredet, dass es „von selbst wieder besser wird“. Oft führt das nur dazu, dass der Druck noch größer wird.
Was in einer Depression in dir passiert
Eine Depression verändert, wie du deine eigene Person, andere Menschen und die Zukunft siehst. Typisch ist ein innerer Kommentar wie:
• „Mit mir stimmt etwas nicht.“
• „Ich bin eine Belastung.“
• „Egal, was ich mache, es bringt sowieso nichts.“
Das Gemeine: Je schlechter es dir geht, desto mehr ziehst du dich zurück. Dadurch fehlt Erholung, Nähe, Freude – alles, was Kraft geben könnte. Ein Teufelskreis entsteht:
Schlechte Stimmung → Rückzug → weniger positive Erlebnisse → noch schlechtere Stimmung.
Aus diesem Kreislauf alleine auszusteigen ist unglaublich schwer. Nicht, weil du zu wenig Willenskraft hättest – sondern weil Depression wie ein Filter vor deinen Gedanken liegt. Genau hier kann Psychotherapie ansetzen.
Wie Psychotherapie bei Depression hilft
In einer psychotherapeutischen Behandlung geht es nicht darum, dir zu sagen, was du „richtig“ oder „falsch“ machst. Es geht darum, zu verstehen, wie deine Depression entstanden ist, wovon sie lebt – und vor allem, was dir hilft, wieder handlungsfähig zu werden.
Typische Bausteine können sein:
• Entlastung: Du darfst aussprechen, wie schlecht es dir wirklich geht – ohne dich dafür rechtfertigen zu müssen. Allein das kann bereits Druck nehmen.
• Struktur und Orientierung: Wir sortieren gemeinsam Gedanken und Gefühle. Was verstärkt deine Depression? Was gibt dir Energie – auch wenn es im Moment nur ein kleiner Funke ist?
• Arbeit mit dem inneren Kritiker: Viele Betroffene sind gnadenlos streng mit sich. Wir schauen, woher diese kritische Stimme kommt – und wie du freundlicher mit dir umgehen kannst.
• Verhaltensaktivierung: Kleine, machbare Schritte zurück ins Leben – angepasst an deine Kraft. Nicht als „To-Do-Liste“, sondern als Weg, wieder Freude, Interesse und Sinn zu spüren.
• Beziehungen verstehen: Wie wirkt sich die Depression auf deine Partnerschaft, Familie, deinen Beruf aus – und umgekehrt? Wo gibt es Unterstützung, wo Muster, die dich zusätzlich belasten?
• Ressourcen stärken: Du bist mehr als deine Depression. Wir arbeiten heraus, was dich früher getragen hat, welche Stärken und Fähigkeiten vielleicht gerade verschüttet, aber nicht verschwunden sind.
Ziel ist nicht, dass du „funktionierst“, sondern dass du wieder lebst – mit mehr Leichtigkeit, Selbstachtung und innerer Stabilität.
Warum es Mut braucht, Hilfe zu holen – und warum es sich lohnt
Viele Menschen warten lange, bevor sie sich Unterstützung holen. Vielleicht kennst du Gedanken wie:
• „So schlimm ist es doch noch nicht.“
• „Ich will niemandem zur Last fallen.“
• „Wenn ich Hilfe brauche, bin ich schwach.“
Die Wahrheit ist:
Hilfe anzunehmen ist ein Zeichen von Stärke.
Je früher du dir Unterstützung holst, desto größer sind die Chancen, dass du schneller aus der Depression herausfindest – und desto besser können wir verhindern, dass sie chronisch wird oder immer wiederkehrt.
Wie ich dich begleiten kann
Als Heilpraktikerin für Psychotherapie arbeite ich systemisch, ressourcenorientiert und auf Augenhöhe. Das bedeutet:
• Wir schauen nicht nur auf die Symptome, sondern auf dein ganzes Lebensumfeld.
• Du bringst deine Erfahrungen mit, ich bringe mein Fachwissen mit – gemeinsam finden wir Wege, die zu dir passen.
• In einem geschützten Rahmen darfst du ehrlich sein, ohne Angst vor Bewertung.
In einem unverbindlichen Erstgespräch klären wir:
• Wo du gerade stehst
• Was du dir wünschst
• Ob die Chemie zwischen uns stimmt
• Welche nächsten Schritte sinnvoll wären
Fazit: Depression ist gut behandelbar – du musst da nicht alleine durch
Auch wenn es sich im Moment vielleicht hoffnungslos anfühlt:
Depressionen gehören zu den seelischen Erkrankungen, die sehr gut psychotherapeutisch behandelbar sind.
Mit der richtigen Unterstützung kannst du:
• wieder mehr Antrieb und Freude erleben
• innere Ruhe finden
• neue, freundlichere Sichtweisen auf dich selbst entwickeln
• deinen Alltag Schritt für Schritt zurückerobern
Wenn du dich in diesem Text wiedererkennst, ist das vielleicht ein leiser innerer Ruf: Ich möchte, dass sich etwas verändert.
Du musst den Weg nicht alleine gehen.
Gerne begleite ich dich ein Stück – professionell, menschlich und aufrichtig interessiert an deinem Wohlergehen.
Wenn du möchtest, kannst du dich per E-Mail oder Telefon bei mir melden, um einen ersten Termin zu vereinbaren oder offene Fragen zu klären.